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Resilienz

Unter Resilienz versteht man die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und als Anlass für Entwicklungen zu nutzen. Dies geschieht durch den Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen. Als resilient werden Menschen beschrieben, die mit den Belastungen ihrer Umwelt in angemessener Weise umgehen und so ihre psychische Gesundheit erhalten können. Resilienz ist also ein wichtiges Ziel für die Persönlichkeitsbildung. Zum andern wurde bei Untersuchungen festgestellt, dass sich durch Resilienzförderung in der Schule sowohl Veränderungen im Lernverhalten wie auch in der Sozialen Kompetenz ergeben. Grund genug, das Thema Resilienz als ein zentrales Thema unserer Schule zu definieren und Sorge dafür zu tragen, dass Kinder und Jugendliche in vielen Bereichen stark werden.


Grundschule macht stark“

Ein Projekt, das die Evangelische Hochschule Freiburg vom Frühjahr 2012 bis Sommer 2014 in 10 Grundschulen im Raum Freiburg und Tübingen durchgeführt hat, gefördert von der Baden-Württembergstiftung.

Die Französische Schule war eine dieser 10 Schulen.

Teilgenommen haben wir an dieser Studie, weil viele Ergebnisse der Resilienzforschung dem entsprechen, wovon wir als Schule schon lange überzeugt sind.

Resilienz wird als psychische Widerstandsfähigkeit gegenüber Entwicklungsrisiken und Belastungen bezeichnet.

Ziel des Forschungsprojektes: Kinder zu befähigen, Entwicklungsaufgaben, Belastungen, Anforderungen und Krisen besser bewältigen zu können.

Wir haben dieses Projekt genutzt um uns die Stärken unserer Schule bewusster zu machen und um unsere Arbeit zu überprüfen.

Gezeigt hat sich, dass an der Französischen Schule von den sechs resilienzwirksamen Faktoren

  • Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Selbststeuerung
  • Selbstwirksamkeitserwartung
  • Soziale Kompetenz
  • Umgang mit Stress
  • Problemlösefähigkeit

bereits vier umfassend im Schulalltag implementiert sind. Die Faktoren „Selbststeuerung“ und „Umgang mit Stress“ können zukünftig deutlicher fokussiert werden. Damit eine Vorstellung davon entstehen kann, wie wir vorgegangen sind im folgenden ein konkretes Beispiel aus unserem Schulalltag.

Präsentationen

Alle Kinder präsentieren, auch die Jüngsten. Präsentationen gibt es auf allen Ebenen der Schule:

  • In der Lerngruppe: Ergebnisse von Forscherthemen mit Plakaten, Powerpoint, Lerntagebüchern; selbst geschriebene Geschichten; Gedichte; Buchvorstellungen.

  • Im Verbund: bei Atelier-Präsentationen stellen alle Atelier-Gruppen Ergebnisse vor, die sie im Lauf von zwei Monaten erarbeitet habe. Die Form ist abhängig vom Inhalt des Ateliers.

  • In der Schule: bei Schulversammlungen von der gesamten Lerngruppe, von Kinderratsvertretern; bei Festen vom Chor und der Band; bei Projektabschlüssen wie Theaterstücken oder dem 3er-Projekt vor allen Schülern, Eltern und Lehrpersonal.

Resilienzfaktoren

Beschreibung der Wirksamkeit



Selbst- und Fremdwahrnehmung


Präsentationen ermöglichen, intensiv Gefühle zu erleben. Basisgefühle wie Freude, Angst, Trauer, Überraschung, Furcht, Scham, Ärger oder Enttäuschung können alle eine Rolle spielen und ermöglichen Kindern zu entdecken, was sie fühlen und wie sie selbst und ihre Mitschüler reagieren.


Selbststeuerung


Im Zusammenhang mit Präsentationen zeigt sich deutlich, wie Kinder ihre Gefühle selbst zu steuern in der Lage sind, bzw. welche Fähigkeiten sie diesbezüglich noch entwickeln können.



Selbstwirksamkeitserwartung


Präsentationen implizieren Sinn und insofern Selbstwirksamkeit. Lernen um andere daran teilhaben zu lassen, um Erfahrungen, eigenes Wissen, Erlerntes weiterzugeben beinhaltet, dass für die Kinder sinnvoll ist, was sie tun weil ihr Tun Bedeutung hat, wirksam ist.


Soziale Kompetenz


Vor allem innerhalb der Lerngruppe präsentieren die Kinder in den Gruppen, in denen sie gemeinsam gearbeitet haben. Dazu müssen sie sich absprechen, mit Stärken und Schwächen umgehen lernen, alle Beteiligten einbeziehen, was insbesondere im Umgang mit den Jüngsten, die noch nicht lesen und schreiben können ihre soziale Kompetenz fordert und fördert.


Umgang mit Stress


Präsentieren heißt immer, sich als gesamte Person mit seinen selbst erarbeitete Ergebnisse zu zeigen und damit auch auszusetzen. Dies ist für die meisten Menschen mit Aufregung und Versagensängsten verknüpft und deshalb ein wesentliches Lernfeld für den Umgang mit Stress. Den Kindern kann bewusst werden, wie sie selbst auf Stress reagieren und welche Strategien zur Bewältigung ihnen helfen.


Problemlösefähigkeit


Die Kinder lernen zu planen, wie sie erarbeitete Inhalte anderen vorstellen können, damit verständlich wird, womit sie sich beschäftigt und was sie dabei gelernt haben.

Ende September 2014 sind die Forschungsergebnisse des Projektes in Stuttgart im Haus der Baden-Württembergstiftung präsentiert worden. Nachzulesen sind diese im Buch: „Grundschule macht stark!: Resilienzförderung in der Grundschule - Prinzipien, Methoden und Evaluationsergebnisse“ Taschenbuch – 15. November 2014 von Klaus Fröhlich-Gildhoff (Herausgeber), Jutta Kerscher-Becker (Herausgeber), Sophia Rieder (Herausgeber), Matthias Hamberger (Herausgeber)

Unter www.resilienz-freiburg.de können Sie mehr zum Thema lesen.

Hauptschulabschluss-
prüfung 2019

Alle Prüfungen finden im Raum 211 (Walter-Erbe-Gebäude) statt.

14.05.2019 Deutsch // 8 Uhr

21.05.2019 Mathematik // 8 Uhr

28.05.2019 Englisch // 8 Uhr


Projekt Herausforderung 2019


Was gibt's diese Woche zu Essen?

--> Speisepläne Frensa (Berg)

--> Speisepläne Sander Catering (Tal)


GMS-Oberstufe

Infos zur GMS-Oberstufe und einen Link zum Anmeldeformular findet man auf der Homepage der GMS West.

Weitere Infos zur Oberstufe, die ab September 2018 in Stufe 11 starten wird, findet man HIER.